Mit Edubreakouts spielerisch das Lesen fördern

Sogenannte Escape Rooms erfreuen sich in den letzten Jahren einer großen Beliebtheit. Mittlerweile sind sie in jeder größeren Stadt zu finden. Allen gemein ist, dass sich die Teilnehmenden in einem Raum befinden und innerhalb einer vorgegebenen Zeit Aufgaben und Rätsel lösen müssen, um sich aus diesem zu befreien. Die thematische Inszenierung ist vielfältig, spannend und mysteriös. So schlüpft man mal in die Rolle von Sherlock Holmes oder Indianer Jones, befindet sich im Mittelalter, auf einer Pirateninsel oder in einem Versuchslabor. Diese Art der Escape Rooms dienen meist der reinen Unterhaltung, sie werden jedoch auch zur Förderung der Teambildung angepriesen.

Doch warum dieses Format nicht auch für die Bildung nutzen?

Die in diesem Kontext Edubreakout genannten Escape Szenarien haben zum Ziel, dass Lernende in Kooperation Aufgaben, Probleme und Rätsel lösen. Durch das Edubreakout wird dabei das spielerische Lernen und Wiederholen gefördert. Fehler sind dabei vollkommen in Ordnung, als Teil des Rätsels sogar erwünscht. Edubreakouts verbinden entweder analoge mit digitalen Übungsformaten oder sind gänzlich digital. Oftmals werden die Aufgaben über weitere digitale Anwendungen eingebettet oder zusätzliche Apps zur Lösung des Problems benötigt.

Wie kann man Edubreakouts zur Leseförderung nutzen?

Lesen kann als komplexer Prozess verstanden werden, der an die Lesenden große Anforderungen stellt. Es müssen Buchstaben, Wörter und Sätze entziffert und ihre Bedeutung verstanden, aber auch ein Sinnzusammenhang innerhalb des ganzen Textes hergestellt werden. Um die vorgenannten Leseprozesse durchzuführen, benötigen die Lernenden eine anhaltende Lesemotivation. Hierbei spricht man von intrinsischer (von sich selbst kommend) und extrinsischer (von externen Einflüssen kommen) Lesemotivation. Ziel ist es eine intrinsische Lesemotivation hervorzurufen, was durch eine zunächst von außen initiierte Leseanregung erfolgen kann. Interessante, ansprechende Texte sowie Leseaufgaben tragen dazu bei die Lesemotivation zu fördern.  All diese Aspekte, ebenso wie die Tatsache, dass die Lesenden motivational und emotional in den Lesestoff und die Leseaufgabe involviert sind, machen Edubreakouts zu einem hervorragenden Format zur Förderung der Lesemotivation und Lesefähigkeit. Die Lesenden werden Teil der Geschichte und müssen selbsttätig verschiedene Leseaufgaben lösen, die die unterschiedlichen Teilprozesse des Lesens ansprechen (Lesen auf Wortebene, auf Satzebene, auf Textebene, das genaue Lesen, das sinnentnehmende Lesen). Auf diese Weise können sie das Lesen als spannende Tätigkeit erfahren, was zu einer intrinsischen Lesemotivation führt und somit das Interesse weckt selbst – ohne Einfluss von außen – zu lesen.

Lust bekommen, spannende Edubreakouts auszuprobieren? In unserer Ideenbox findet ihr vielfältige Angebote:

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